Genau wie daheim...

....IKEA! Nachdem ein freundlicher Belgier an der Touri-Info uns den Weg zu verraten hatte, haben wir glatt ein Stückchen Heimat in Belgien gefunden. Klingt vielleicht seltsam, vor allem weil IKEA nunmal nicht deutsch ist, aber das ist ein Stück Ausland an das wir uns alle gewöhnt haben, womit wir aufgewachsen sind (mal ehrlich, wer ist nicht der Ansicht, das Kinderparadies sollte auch für uns noch offen stehen) und das nunmal in jedem andernen Land gleich ist. Endlich mal kein Suchen und Durchfragen.

Nur die Sache mit dem neuen Duschvorhang funktionierte nicht ganz so wie wir's uns vorgestellt hatten. Nicht nur dass wir mit vollem Wagen schon kurz vor der Kasse waren, als uns einfiel, dass wir ja eigentlich nur wegen dem Vorhang hier waren. Nein, das war zu erwarten, IKEA-Bummel enden immer damit dass man massenhaft Zeug nach Hause schleppt, was man nicht braucht und dessen genaue Funktion man nicht kennt, aber "es ist doch so TOLL". Daran bin ich gewöhnt. (Auch wenn mich verwirrt hat, den Spruch "Du brauchst auf jeden Fall Pflanzen, sonst ist es ungemütlich" zur Abwechlsung mal von einem Mann zu hören.) Aber Murphy's Gesetz folgend gab es in diesem ganzen verdammten IKEA keinen einzigen Duschvorhang mehr!!! Naja, außer dem Ausstellungsstpcken, aber den wollten die nicht rausrücken. Nicht dass ich dafür ne vernünftige Begründung bekommen hätte, ich hab immer nur zu hören bekommen "No, we can't do that". Klar, der Verkäufer muss ja hier auch nicht duschen!

Fazit: Bei aller Liebe, manchmal muss es eben doch ein Baumarkt sein. 

24.9.07 19:44, kommentieren

Der erste Eindruck

Zu allererst: Jaaaa, ich hatte mir die Wohnung  angesehn bevor ich sie gemietet habe. Und ja, mir war klar, dass sie mir einiges an Toleranz abverlangen würde. Die letzten Wochen in Deutschland empfand ich jedes Badezimmer als Luxus, allein aufgrund der Tatsache dass dort alles in einem Raum zu finden ist. Hier sind Dusche und Toilette seperat und zum Händewaschen muss man quer durch die Wohnung zurück ins eigene Zimmer (uuuh! Memo an mich selbst: nicht das Treppengeländer anfassen!). Das klingt jetzt zugegebenermaßen zwar gewöhnungsbedürftig aber noch nicht weiter tragisch. Eigentlich ist das in einer WG von 6 Leuten sogar eher praktisch, wenn der eine duscht kann der andere trotzdem zur Toilette. Leider fehlen mir die Worte um jemandem, der "das Bad" nicht mit eigenen Augen gesehen hat anschaulich darzustellen, was genau mich störte, als ich am morgen nach meiner Ankunft das Bad näher betrachtet habe (und zwar nicht wie jemand der nur flüchtig hinsieht, sondern wie jemand der ernsthaft in Erwägung zieht dort zu duschen). Naja, gut ich versuch's trotzdem:

Vergessen sind Alpträume von Monstern im Schrank, ich träume stattdessen von einem Duschvorhang, ehemals durchsichtig vermute ich, nun aber von einer grün-schwarzen pelzigen Schicht überzogen....Irgendwie war mir nicht mehr nach duschen, sondern eher nach "wo ist hier der nächste IKEA".  Nach diesem ersten Eindruck vom Reinlichkeitsbedürfnis meiner Mitbewohner (von denen noch keiner aus dem Semesterferien zurück war)  machten wir uns an eine Grundreinigung von Küche und "Bad", soll heißen wir befreiten beides weitestgehen von Baustaub (ach, hatte ich erwähnt das das Dach ausgebessert wurde? Auf die Vollendung warten wir immernoch) und Spinnen (viele, viele Spinnen). Ich weiß immenroch nicht, wie die Spinne in den Kühlschrnak gekommen ist....

24.9.07 19:28, kommentieren

Die Fahrt

Was lernen wir daraus? Nachts Fahren ist ja generell schon anstrengend, und auch nur dann eine gute Idee, wenn man sich vorher ausgeschlafen hat (ups), aber nach einer ewig dauernden Nachtfahrt dann schließlich früh morgens durch Holland zu fahren ist ne richtig dumme Idee. Unser Fazit: Holländer sind dumm. Naja, vielleicht waren wir auch wegen Schlafentzug einfach überreizt, also relativieren wir das mal: Holländer sind....anders. Und besitzen scheinbar keine sonderlich schnelle Auffassungsgabe. Anders ist nicht zu erklären, dass die orange blinkende Ampeln brauchen die sie darauf hinweisen (auf einer geraden Strecke!!) dass in 500m eine richtige Ampel steht, die ja eventuell rot sein könnte. Oh Schreck, wie würde sich der gemeine Holländer denn angesichts einer unangekündigten, plötzlich vor ihm stehenden Ampel verhalten? Das Lenkrad verreißen und aus lauter Panik und Fluchtinstinkt quer über das Tulpenfeld mitten in ein Gewächshaus kesseln?

Wir waren doch einigermaßen froh, endlich in Belgien anzukommen und nach ungefähr 8 Std. Fahrt wollten wir nur noch Schlafen...

 

P.S.: Habe in der Zwischenzeit eine Niederländerin ausfindig gemacht und sie gleich mal nach Sinn und Zweck des oben erwähnten Ampelsystems gefragt. Man sollte ja meinen, als Jurastudentin fiele ihr dazu mehr ein, als "naja, das ist eben so". Liebes Kind, wirklich, aber zu meinem multikulturellen Verständnis hat sie damit leider nicht beigetragen. 

21.9.07 12:53, kommentieren

Angekommen ;)

So bin da und hab alles ausgepackt.

11.9.07 15:54, kommentieren